Würdezentrierte Therapie

Die Geschichten, die wir am Ende unseres Lebens erzählen, unterscheiden sich oft stark von denen, die wir in anderen Momenten unseres Lebens erzählen.

Der kanadische Psychiater Prof. Dr. ­Harvey Chochinov hat mit seiner Würdezentrierten Therapie forschungsbasiert einen flexiblen Interviewleitfaden entwickelt. 

Diese werden in einem persönlichen Schriftstück festgehalten. Es entsteht dabei sinnbildlich ein kleiner Rucksack voller Erfahrungen und Werte, die im Laufe eines Lebens gewonnen wurden.

Vorgehensweise

Ein einfühlsames Gespräch

Die Würdezentrierte Therapie beginnt mit einem etwa einstündigen, einfühlsamen Gespräch. In diesem vertraulichen Austausch werden Sie ermutigt, über Ihr Leben nachzudenken, als ob Sie in Gedanken Ihr persönliches Fotoalbum durchblättern, in dem bedeutende Momente und prägende Lebensaufgaben festgehalten sind. Der flexible Fragebogen gibt dafür den Leitfaden vor, den ich Ihnen im Vorhinein zukommen lassen kann.

Verschriftlichung zu ihrem persönlichen Schriftstück

Das Gespräch wird von mir mit einem Aufnahmegerät aufgezeichnet und anschließend in Ihren eigenen Worten verschriftlicht, wobei nur kleinere Anpassungen in der Strukturierung oder der Formulierung für einen besseren Lesefluss vorgenommen werden. Ihr persönliches Schriftstück lese ich Ihnen noch einmal vor und es können Änderungswünsche oder Ergänzungen vorgenommen werden. Danach werden Ihre Erzählungen in Form eines kleinen gebundenen Buches gedruckt.

Das Ergebnis ist Ihr persönliches Vermächtnis, in dem Ihre Erinnerungen und Werte bewahrt werden, sowie auch Wünsche und Lebensweisheiten Platz finden. Sie entscheiden, ob Sie das Buch für sich selbst aufbewahren oder auch an Familie und Freunde weitergeben möchten.

Über mich

Mein Name ist Johanna Wizani und ich lebe gemeinsam mit meinem Mann und unseren vier Kindern in Freistadt. Der palliative Gedanke begleitet mich schon mein ganzes Erwachsenenleben. 

Ich bin diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin mit einer Zusatzausbildung in Palliativpflege und arbeite seit einigen Jahren in diesem Bereich. Meine Weiterbildung zur Durchführung der Würdezentrierten Thera­pie habe ich beim Begründer selbst, Prof. Dr. ­Harvey Chochinov, Professor der Psy­chiatrie an der University of Manitoba (Kanada), absolviert. 

Die Würdezentrierte Therapie ist für mich zu einem innigen Anliegen geworden. Menschen und ihre Geschichten berühren mich auf ganz besondere Weise. Für mich ist es ein erfüllender Gedanke, mithilfe dieser Methode Menschen am Ende ihres Lebens zu begleiten, deren Würdegefühl zu stärken und mit ihnen ein persönliches Vermächtnis zu hinterlassen.

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